24. Juni 2020

Umfassendes Radwege-Maßnahmenkonzept Purkersdorf vorgelegt

Stadtraum Josef Baum legte dem zuständigen Ausschuss ein ca. 50 seitiges Radwege-Maßnahmenkonzept Purkersdorf vor. Im Konzept werden dutzende Maßnahmen erstellt, beschrieben, bewertet, begründet, mit Bildern und Skizzen versehen, und weitgehend umsetzungsfähig detailliert. Von anderen Ausschussmitgliedern wurden weitere Maßnahmen vorgeschlagen und in das Konzept einbezogen. Der Ausschuss beschloss es als Diskussionsdokument, ebenso wie der Gemeinderat. Im Konzept sind auch viele Maßnahmen enthalten, die schnell umsetzbar sind und wenig kosten. Einige Maßnahmen sind schon in der Umsetzungsphase. Das Dokument soll weiter ergänzt und verbessert werden. Bis auf weiteres hat es einen „work in progress“- Charakter und es sollen Stellungnahmen aus der Bevölkerung möglich sein. Letztlich wird es in das Verkehrskonzept einfließen.

- Josef Baum

Gefährliche Nebenwirkung des NÖ Covid-19-Anpassungsgesetzes

14. Juni 2020

Soll die Gemeinde eine „Gstettn“ an der Wienerstraße verkaufen?

Von der Gemeinde ist geplant ca. 300 m2 von einem  öffentlichen Grundstück mit einem namenslosen Weg - von der Wienerstraße zum Wienfluss - um ca. 100.000 € an eine „konzerneigene Projektgesellschaft“ zu verkaufen; offenbar damit das angrenzende Grundstück maximal verbaut werden kann. Soll dort auch BETONGOLD maximal glitzern?

Warum ein Verkauf  von 300 m² „Gstettn“ keine gute Idee ist:

  • Diese "Gstettn" hat als ökologische Verbindungsfläche einen Wert an sich, der sich vor allem aus dem angrenzenden Wienfluss ergibt (Wasser ist immer gut für Artenvielfalt).
     
  • Man muss nicht jedes Futzerl Land „verwerten“.


  • Öffentlicher Grund ist öffentlicher Grund, und in Zukunft vielleicht noch für was gut. - Privatisiert ist er weg...

Um das rot umrandete Areal geht es: ca. 50 x 6m; ganz recht die J. Hofmanngasse. Blau ist der Wienflussbereich.

Ein Grundstück der Gemeinde mit einem namenslosern Weg von der Wienerstraße zum Wienfluss (zwischen Pragergasse und Sanatorium) mit einem kleinen Graben.

Der namenslose Weg wird von RadfahrerInnen und FußgängerInnen genutzt, die möglichst wenig auf der B1 fahren wollen…

…und nicht schon über die Hofmanngasse auf die B1 fahren/gehen wollen, sondern möglich lang hier unten am Wienfluss fahren; da ist der Weg auch breiter.

Dieses Haus soll offenbar durch einen großen Block a la dem nahen Sissi-Haus ersetzt werden.

14. Juni 2020

Betongold Untertullnerbach und die Folgen für die Franz Steinergasse

In Purkersdorf wurde ein Baustopp für Betongold erwirkt, doch Betongold wird nicht nur in Purkersdorf geschürft. Auf dem Areal des früheren Hotel Schödl wurde ein Komplex gebaut, der Auswirkungen auf Purkersdorf  hat:

Ein neuer Komplex am Areal des früheren Hotel Schödl wurde zwischen Wiesen- und Badgasse in Untertullnerbach gebaut. Die Garagenausfahrt des Komplexes wurde in die Badgasse gebaut, obwohl dort schon die Garagenausfahrt eines anderen Komplexes gegenüber einmündet. Gleichzeitig wurde eine Mauer bei der Einmündung der Badgasse in die Bundestraße so gebaut, dass die Badgasse im Gegensatz zu früher nun äußerset eng ist. Dazu war baulich überhaupt kein Anlass, weil der Rasen vor dem Haus direkt an der B44 sicher nicht zum Liegen einlädt. Der einzige Grund dafür – zugegeben eine Mutmaßung – ist, dass die Wohnung mit „Garten“ teurer verkauft werden können, und da bringt jeder Meter Gold.

Die Garagenausfahrt in die Badgasse.

Und genau diese Badgasse wurde durch einen Zaun baulich verengt, sodass sie zu einer Einbahn erklärt wurde. Warum: Weil Wohnungen mit „Garten“ teurer verkauft werden?

Unverständlich warum die Garagenausfahrt nicht auf die andere Seite, in die  - zur B44 hin - breite Wiesengasse gemacht wurde.

Die Idylle der F. Steinergasse – nun  durch die Einbahn in der Badgasse gestört.

Die Wohnungen auf dem früheren Schödl-Areal sind übrigens nicht gerade billig – Werbung an der Straßenseite für ein Objekt mit 520.000 €.

01. Juni 2020

Gelungene Verkehrsberuhigung im Schul-Bezirk

Anderthalb  Wochen lang ist bewiesen worden, dass Verkehrsberuhigungsmaßnahmen im Schulbezirk möglich und effektiv sind. Alle Erwartungen wurden übertroffen. Daher sollten sie weiter fortgesetzt werden.

Mehr…

Im Sinne 

der Verkehrssicherheit insbesondere für Kinder, 

  • der Corona-Vorsichtsregeln (keine Drängereien auf engen Gehsteigen),

  • mehr gesundheitsfördernder Bewegung,

  • umweltfreundlicher Mobilität, und weil

  • während des Unterrichts vermehrt ins Freie und in den Wald gegangen wurde, und dabei

  • Straßen rund um die Schule häufiger frequentiert wurden, undnicht zuletzt
  • der Lebensqualität 

wurden ab Montag 18.5.20 die an die Volks-, Sonder- und Mittelschule angrenzenden Straßen Begegnungszone (In einer Begegnungszone - wie derzeit am Purkersdorfer Hauptplatz nahe der Kirche- sind alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt).

Weiters wurde ein zeitweiliges Fahrverbot an Schultagen von 7:15 bis 8:15 h und von 11 bis 12 h für 4 Straßen bzw. Straßenteile praktiziert.

DirektorInnen und  Elternvereine begrüßten ausdrücklich die in die Wege geleiteten Maßnahmen. Nirgends ist es zu irgendwelchen Problemen gekommen. Die Erfahrungen waren äußerst positiv, ja alle (positiven) Erwartungen sind übertroffen worden.

Leider wurde diese Maßnahmen dann vom Bürgermeister kurzfristig eingestellt.

Seit über sieben Jahren gab es konkrete Überlegungen für einen verkehrsberuhigten Schulbezirk. „Coole gehen zur Schule“ war ein Pionier. Viele, z. B.  die Elternvereine haben sich in diesem Sinne bemüht und ihre Energie dafür war nicht vergebens. Nun ist die Zeit dafür gekommen, und die Lehrerin und GRin Sonja Wunderli (Liste Baum und Grüne) wurde initiativ - unterstützt von mir.

Danke für die Mithilfe von Elternvereinen und Polizei, sowie für die Lotsendienste des Vereins Flüchtlingshilfe und des Seniorenbunds, die zusätzlich für Sicherheit sorgten. Dank konkret an die Eltern für die Unterstützung und die Bereitschaft zur Umstellung von liebgewordenen eingefahrenen Gewohnheiten.

Der Erfolg beruhte darauf, dass eine zeitlang alle maßgeblichen Kräfte gemeinsam vorgegangen ist, um unter den bekannten ausserordentlichen Umständen und darüber hinaus Maßnahmen für einen menschen- und umweltfreundlichen Verkehr für die Purkersdorfer Schuljugend umzusetzen. In diesem Sinne hoffe ich, dass alle wesentlichen Kräfte in Purkersdorf wieder mutig an einem Strang ziehen, weil – wie zu sehen war - wir dann auch positive Resultate haben.

- Dr. Dr Josef Baum, Stadtrat für Verkehr, Energie und Kreislaufwirtschaft

Weniger…

31. Mai 2020

Anderthalb Wochen höchst erfolgreiche Verkehrsberuhigung im Schulbezirk - jetzt leider unerwartetes Ende

Am 25.5.20  fand eine Besprechung zu den Verkehrsberuhigungs-Maßnahmen im Schulbezirk (BEGEGNUNGSZONE und temporäres FAHRVERBOT Purkersdorf) statt, bei der DirektorInnen, Elternvertreter, Polizei, Lotsen und Stadträte teilnahmen. Die drei DirektorInnen (VS, NMS, Sonderschule) berichteten, dass  keinerlei Beschwerden bei ihnen vorliegen, sondern nur Zustimmung zu vernehmen ist. Dies wird auch vom Obmann des Elternvereins unterstrichen. Die DirektorInnen und  der Obmann des Elternvereins begrüßten ausdrücklich die in die Wege geleiteten Maßnahmen. Nirgends sei es zu irgendwelchen Problemen gekommen. Zum Schluss wurde einhellig der Vorschlag begrüßt, dass beantragt werden soll die bisherigen Maßnahmen mit einigen Anpassungen ab 2.6. für weitere 2 Wochen unter den Corona-Rahmenbedingungen zu verlängern. Der Bürgermeister sagte zu in diesem Sinne tätig zu werden.

Doch zwei Tage später machte der Bürgermeister das Gegenteil: er ließ die Verkehrsschilder entfernen. BEGEGNUNGSZONE und temporäres FAHRVERBOT im Schulbezirk gibt es ab sofort leider nicht mehr.  Gleichzeitig beantragte der Bürgermeister eine Verkehrsverhandlung für eine Minilösung, wobei aber bekannt ist, dass Verkehrsverhandlungen derzeit aber bis Ende Juni ausgesetzt sind, und damit eine solche Lösung für dieses Schuljahr eher unwahrscheinlich wird, wenn nicht massiver Druck für eine frühere Lösung zustandekommt.

Was sind Argumente für diese jähe Wende?

  • Es heißt nun plötzlich, die Verkehrsberuhigung im Schulbezirk sei illegal. Faktum ist, dass unter besonderen Umständen auch im Straßenverkehr rasch temporäre ausserordentliche Maßnahmen gesetzt werden können. Und die Corona-Sicherheitsmaßnahmen sind besondere Umstände. Und es ist nicht das erste Mal, dass Verkehrszeichen aufgestellt werden, und erst nachher die Genehmigung kommt. In diesem Sinn war das nichts Ungewöhnliches in einer ausserordentlichen Situation
  • Es heißt nun, dass es statt vor der Schule in der Kaiser Josefstraße zu einem Chaos gekommen  sei. Faktum ist, dass es in Kaiser Josefstraße zu keinem Chaos gekommen  ist.
  • Es heißt nun, es gäbe ein negatives Gutachten; Faktum ist, dass es kein negatives Gutachten gibt.

Jedenfalls  ist aber seit anderthalb  Wochen bewiesen worden, dass effektive Verkehrsberuhigungsmaßnahmen im Schulbezirk möglich, zweckmäßig und effektiv sind, dass sie absolut positiv aufgenommen werden. Daher sollten sie ab sofort wieder fortgesetzt werden.

In diesem Sinne ist zu hoffen, dass alle wesentlichen Kräfte in Purkersdorf wieder mutig an einem Strang für zweckmäßige Maßnahmen für einen menschen- und umweltfreundlichen Verkehr für die Purkersdorfer Schuljugend ziehen, weil – wie zu sehen war - wir dann auch positive Resultate haben.

- Josef Baum, Stadtrat für Verkehr, Energie und Kreislaufwirtschaft

21. Mai 2020

Begegnungszone und teilweises Fahrverbot um Schulbezirk Purkersdorf

Es gab schon dutzende Sitzungen und viele Expertengutachten. Was seit vielen Jahren nicht möglich war, wird jetzt möglich, nach einer Initiative der Lehrerin und Gemeinderätin (Liste Baum und Grüne) Sonja Wunderli und dem Antrag von Verkehrsstadtrat Baum, der vom Bürgermeister eingereicht wurde und von Schuldirektionen und den Elternvereinen unterstützt wurde.

Im Sinne

  • der Verkehrssicherheit insbesondere für Kinder,
  • der Coronavorsichtregeln und
  • der Lebensqualität 

werden ab Montag 18. Mai 2020 genau die an die Volksschule angrenzenden Straßen Begegnungszone; und zwar die ganze Alois Mayergasse, die ganze Schwarzhubergasse und der Teil der Pummergasse zwischen A. Mayergasse und Schwarzhubergasse.

Weiters ist ein Fahrverbot an Schultagen von 7:15 bis 8:15 h und von 11 bis 12 h für 4 Straßen verordnet (Pummergasse,  A. Mayergasse, Schwarzhubergasse und Schöffelgasse). Vom Fahrverbot zu diesen Zeiten ausgenommen sind Anrainer, Schulbusse, Fahrtendienste für die Sonderschule, Fahrer mit einem Behindertenausweis und Lieferanten. – Das Ganze gilt vorläufig.

Verkehrszeichen- Hier in der A. Mayergasse

Das zeitweise Fahrverbot ist eine Corona-Sicherheitsmaßnahme während Schulzeiten,

  • damit für Kinder ein sicherer und geordneter Schulweg ermöglicht wird,
  • keine Gedränge von Kindern (und Eltern) auf engen Gehsteigen entsteht,
  • überhaupt keine großen Menschenansammlungen zustande kommen und so
  • die nötigen Abstände gut eingehalten werden können, und auch weil
  • nun mehrere Zugänge zur Volksschule benutzt werden, und 
  • während des Unterrichts vermehrt ins Freie und in den Wald gegangen wird,
  • und dabei Straßen rund um die Schule häufiger frequentiert werden.

In einer Begegnungszone (wie derzeit am Purkersdorfer Hauptplatz nahe der Kirche) sind alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt, und 20 km/h dürfen nicht überschritten werden.

Als spezielle  „Elternhaltestellen“ sind vorgesehen:

  • Parkplatz vor dem Wienerwaldbad,
  • Skaterplatz-Sparparkplatz und
  • DM-Postparkplatz

Diese Lösung mag nicht vollkommen sein – sie wird bewertet und wahrscheinlich verbessert werden. Sie ist aber jedenfalls ein deutlicher Schritt hin zu einem sozialökologischen Umbau unserer Stadt. Wenn es auch ein klarer Fortschritt im Sinne der Gesundheit und der umweltfreundlichen Mobilität ist, rüttelt dieser Schritt auch an eingefahrenen Gewohnheiten. In diesem Sinn bitten wir alle geduldig für diesen Fortschritt zu werben und Verständnis zu schaffen.

Plan Begegnungszone und teilweises Fahrverbot um Volksschule Purkersdorf

Fahrverbot an Schultagen von 7h - 8:15 h und von 11h bis 12 h. Vom Fahrverbot zu diesen Zeiten ausgenommen sind jedenfalls Anrainer, Schulbusse,  Fahrtendienste für die Sonderschule, Fahrer mit einem Behindertenausweis und Lieferanten

Neuer WIPUR Aufsichtsrat: Grüne überlassen NEOS einen Sitz

Nach der Gemeinderatswahl werden die neuen Mehrheitsverhältnisse auch im WIPUR-Aufsichtsrat etabliert. Trotz mehrfacher Zusicherung von Seiten des Bürgermeisters und seines ÖVP-Vizes wurde den NEOS kein Sitz in diesem wichtigen Kontrollgremium zuteil. Stattdessen werden die Grünen nun einen ihrer beiden Sitze den Pinken überlassen. Susanne Klinser, Fraktionschefin der Grünen: "Wir haben eine sehr gute Gesprächsbasis mit den NEOS und sind uns sicher, dass sie einer effektiven Kontrolle gut tun. Für uns ist das auch ein Zeichen der Demokratie, dass eine Partei, die fast 10% der Stimmen bekommen hat, in die WIPUR-Tätigkeiten verstärkt Einsicht nehmen kann." 

Gerald Pistracher von den NEOS zeigt sich sehr erfreut: "Wir sind den Grünen für die Bereitschaft uns einen ihrer Sitze zu überlassen wirklich dankbar. Das ist nicht selbstverständlich und zeigt, dass gemeinsame Ziele und positive Herangehensweise auch neue Politik mit optimaler Kontrolle möglich machen."

Mit Architekt DI Florian Kopetzky werden die NEOS einen hochkompetenten Bauexperten nominieren, der die Branche kennt und alle Vorgänge aus Praktikersicht beurteilen kann. "Florian Kopetzky ist ein erfahrener Architekt, der durch Wissen und umsichtige Analyse von Sachverhalten hohes Ansehen in der Gemeinde genießt. Auch bei der SPÖ, die ihn ursprünglich als Kandidaten für die Raumordnungs-Expert_innenkommission nominert hatte", erklärt Gerald Pistracher. 

21. Mai 2020

 

"Demokratie darf sich in einer Krise nicht verstecken. Umso wichtiger ist es, in dieser Zeit als Politiker, verantwortungsbewusst und sorgsam mit dem Vertrauen der Menschen umzugehen und transparent Entscheidungen zu treffen."

- Susanne Klinser

08. Mai 2020

Offener Brief an SP/VP

Purkersdorf Gemeinderatssitzung 19.5.2020 –

Aufruf zum Verzicht auf Umlaufbeschluss!

Demokratie darf sich in einer Krise nicht verstecken.

Als Fraktionssprecherin der Liste Baum & Grüne habe ich mich schriftlich an SP/VP und an alle Fraktionssprecher gewandt. Lest selbst, wir bleiben dran!

- Susanne Klinser

 

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