Josef Baum

Ökonom und Geograph (Dr. rer. soc. oec. und Dr. rer. Nat.), ich war früher Fachreferent am Österreichischen Institut für Raumplanung; derzeit bin ich selbstständig, und auch am Institut für Ostasienwissenschaften sowie am Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien tätig.

Ein wesentlicher Teil meiner beruflichen Tätigkeit waren Forschungsprojekte für diverse Auftraggeber: Österreichische Nationalbank, Bundeskanzleramt, Verkehrsministerium, Bundesministerium für Landesverteidigung, NÖ Landesregierung, Kärntner Landesregierung, Ecoplus, Arbeiterkammer und  Kroatisches Ministerium für Meeresangelegenheiten, Tourismus, Transport und Regionalentwicklung. Die Projekte waren vielseitiger und unterschiedlicher Natur - von den Wirkungen des Truppenübungsplatzes Allentsteigs bis hin zu Machbarkeitskonzepten für Bahnen in Bosnien, aber auch  Konzepte für Industriezonen oder wie zuletzt Digitalsteuern für Internetkonzerne,  Klimagerechtigkeit  und nachhaltiger Verkehr im ländlichen Raum (aktuell).

Ein weiterer wichtiger Teil meines Berufslebens befasst sich mit Ökologischer Ökonomie. Dazu konnte ich Vorträge halten z. B. in London, Cambridge, Paris, Athen, Helsinki, Stockholm, Kopenhagen, Prag, Brünn, Moskau, Budapest, Ljubljana, Brüssel; Washington, New York, Amherst, Burlington (Bernie Sanders!), Rio, Hanoi, Delhi, Shanghai, Beijing, Langfang, Qingtao, Taiyuan, Suzhou, Jinan.

Aus Pixendorf, Bez. Tulln stammend, aus rein christlich-sozialem Umfeld (Großvater und Urgroßvater 1938 verhaftet); seit 1983 in Purkersdorf wohnhaft, Vater eines Sohnes. War früher bei der Freiwilligen Feuerwehr (Hauptfeuermann), spielte beim Fußballklub Purkersdorf und bin bei den Naturfreunden.

Eine lange persönliche Geschichte des (politischen) Engagements seit Schultagen – als ich   mit 12 Jahren noch Priester werden wollte - bis zum derzeitigen Obmann des Vereins „Liste Baum – Sozialökologische Plattform“, Gemeinderat in Purkersdorf 1985–1997, 2000-2002, 2005-2006, Stadtrat 2000-2002. Derzeit auch noch Obmann des Vereins „Verkehrs- und Regionalforum Waldviertel“.

Buch „Tagwache! Erfahrungen eines Präsenzdieners beim Bundesheer“, 4 Auflagen, Mitherausgeber des Buches “Spechtakuläres Purkersdorf“

Weitere Liste von Publikationen und Infos: www.josefbaum.at

Susanne Klinser, BEd

Mich verschlug es, eher zufällig, im Jahr 1990 nach Purkersdorf. Von Beginn an bot sich mir auf Gemeindeebene mit der Liste Baum & Grüne eine politische Heimat. Josef und seine Begleiter*innen beeindruckten mich durch ihre Hartnäckigkeit, ihre Ausdauer, ihr Fachwissen und ihrem Vermögen, den Menschen im Ort mit all ihren Wünschen, Sorgen und Anliegen Gehör zu verschaffen.

Seit 2018 arbeite ich als Grüne aktiv in der Liste mit. Beruflich bin ich als Bildungsberaterin in der Erwachsenenbildung im Bereich der Berufsreifeprüfung tätig. Mein grünes Herz schlägt für Bildung als Zukunftsmotor.

Als Mutter zweier erwachsener Söhne ist der Klimaschutz eines meiner zentralsten Anliegen. Wir sind die erste Generation, die die Klimakrise trifft und die letzte Generation, die das Ruder noch herumreißen kann. Meine Vision ist, dass Purkersdorf in Zukunft bei allen gemeindepolitischen Entscheidungen die Auswirkungen auf das Klima berücksichtigt und Lösungen bevorzugt, die sich positiv auf Klima-, Umwelt- sowie Artenschutz auswirken und so aktiv eine Vorreiterrolle übernimmt.

Besonders wichtig sind mir weiters die Themen Verkehr & Mobilität sowie Barrierefreiheit. Hier feiern wir als Liste Baum & Grüne bereits erste Erfolge. Mit dem ÖBB-Fahrplanwechsel am 15.12.2019 kommt es zu großen Verbesserungen, insbesondere wird für die Station Purkersdorf Zentrum der Halbstundentakt bis 0:28 Uhr Realität. Als Anrainerin der Linzer Straße engagiere ich mich für ein Gesamtverkehrskonzept in diesem Bereich, das unter Einbindung von Bürger*innen sowie Expert*innen (z.B. Radlobby) einen zukunftsweisenden und zeitnahen Umbau der Linzer Straße ermöglichen soll.

Ich stehe für Demokratie, Mitbestimmung sowie Transparenz und verspreche, mit Ihrer Unterstützung und Ihrer Beteiligung mein Bestes dafür zu geben, Purkersdorf zu einem noch lebenswerteren Ort zu machen!

​„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ (Václav Havel)

susanne.klinser@gruene.at

DI Sabina Kellner

Ich habe Raumplanung und Raumordnung an der TU Wien studiert und 20 Jahre in der örtlichen Raumplanung für Gemeinden in Niederösterreich gearbeitet. Seit 2013 bin ich als selbstständige Künstlerin tätig.

1997, dem Geburtsjahr meines Sohnes, hatte ich das Glück, eine Wohnung in Purkersdorf zu finden und bin dankbar, dass ich ihn in einer so schönen, naturnahen Umgebung großziehen durfte.

Als Raumplanerin haben mich die Entwicklungen der letzten Jahre aber auch nachdenklich gemacht:

Viel und groß wurde gebaut, oft zubetoniert bis zur Grundgrenze, teilweise ohne Rücksicht auf das Ortsbild oder angrenzende Strukturen, auch im Bereich sensibler Ökosysteme, in abgelegenen Siedlungsbereichen im Wienerwald oder unmittelbar an Flüssen.

Grünflächen und Bäume im Straßenraum sowie Fußwegverbindungen zwischen Siedlungsbereichen und in den Wienerwald sind verschwunden.

Das Gesamtkonzept dahinter ist für mich nicht erkennbar, und wurde auch nicht nach außen kommuniziert.

Das hat mich dazu bewogen, mich der Gruppe LIB & Grüne anzuschließen, die mich sofort beim Bürgerinitiativantrag für mehr Bäume und Grünstrukturen im Ortsgebiet unterstützt hat.

Vor allem bei der aktuell anstehenden Überarbeitung des Örtlichen Raumordnungsprogrammes - die richtungsweisend für die Entwicklung von Purkersdorf in den nächsten 20 Jahre sein wird - möchte ich meine berufliche Erfahrung aktiv einbringen.

Siedlungen und städtische Strukturen entwickeln sich weiter, wachsen und verändern sich. Gerade in einer Umlandgemeinde von Wien, wo der Siedlungsdruck besonders hoch ist, braucht diese Entwicklung klare raumplanerische Rahmenbedingungen und Zielvorgaben. Diese sollen die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse der Bewohner, unabhängig davon wie viel Geld und Macht sie haben, umfassend erfassen und berücksichtigen.

Raumplanung ist auch ein Prozess, in dem Ziele und Maßnahmen immer wieder überprüft und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden müssen. Aktuell ist die Klimaerwärmung die größte Herausforderung, die ein Überdenken der raumplanerischen Ziele notwendig macht.

Dafür werde ich mich einsetzen.

Doris Banner, DI

Weil mir der Hauptplatz bei meinen Bahnfahrten in meine alte Heimat positiv ins Auge gefallen ist, haben wir uns 1999 in Purkersdorf niedergelassen. Die Stadt hat für mich genau die richtige Größe, so dass man alles vorfindet, was man zum Leben braucht und leicht Kontakte knüpfen kann. Die tolle Lage im Grünen, die Wiennähe und der Bahnanschluss machen den Ort für mein Leben und das meiner Familie perfekt.

Ich bin von Beruf Architektin. Mich hat schon immer ökologisches Bauen, Stadtplanung und die Verbindung von Gebäuden mit Grünräumen interessiert. Jetzt bin ich im Umweltbereich als Beraterin zu Neubau, Sanierung und Energieeffizienz tätig und unterrichte in der EnergieberaterInnen-Ausbildung. Ich liebe meine Arbeit, weil sie gerade in diesen Zeiten sehr spannend ist und ich das Gefühl habe, wirklich etwas Sinnvolles zu tun.

Weil ich für die Verbesserung des Ortes mit meinem Know-how beitragen möchte, habe ich mich entschlossen bei den Grünen aktiv zu werden. Mit dem neuen Bebauungsplan und der Gleisreduktion in Unter-Purkerdorf werden jetzt die Weichen für viele Jahre neu gestellt. Dabei liegt mir ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept, Maßnahmen gegen sommerliche Überwärmung und eine verträgliche Baukultur am Herzen, die Purkersdorf auch in Zukunft zu einem lebenswerten Ort macht.

Ich bin sehr froh, dass das Thema Klimaschutz endlich bei den Menschen angekommen ist. Im notwendigen Wandel sehe ich die Chance, sich auf Wesentliches zu besinnen und gemeinsam Strategien für eine neue Lebensqualität zu entwickeln. Ganz wichtig sind mir dabei, sparsam mit Energie umzugehen und ökologische Produktionsweisen zu forcieren – nur so werden unsere Kinder und Kindeskinder auch in Zukunft in einer lebenswerten Welt mit biologischer Vielfalt leben können.

„Man muss mit allem rechnen, auch mit dem Guten“ (unbekannt)

Herbert Keindl

Warum ich mich für die Liste Baum&Grüne engagiere?

Möglicherweise war der denaturierte und schlechte Geschmack der Babynahrung der Fünfzigerjahre ein Anstoß. Genau kann ich mich jedoch nicht mehr erinnern.

Auf alle Fälle prägend waren die ersten Berichte des Club of Rome zur Begrenztheit der Ressourcen, das Auflehnen gegen Zwentendorf und später Hainburg. Damals begann meine Mitarbeit bei den frühen Grün-Gruppierungen in Wien. Mit der Übersiedlung nach Purkersdorf in den Achtzigerjahren habe ich die hier tätige politische Liste gesucht und gefunden und auch die Mühen des Alltags - wie ständiges Ringen um Verbesserung des öffentlichen Verkehrs, Radwege, Solarförderung ……erlebt.

Aber es wurden auch einige schöne Erfolge wie das Biomasseheizwerk oder das anfangs heftig bekämpfte Jugendzentrum mit einem guten Team erreicht.

Warum ich derzeit wieder viel hoffnungsvoller mitarbeite: Dass wir keine Zweiterde zur Verfügung haben ist seit spätestens letztem Sommer und dem Erkennen des Klimawandels in den Köpfen der meisten Menschen, vor allem der davon hauptbetroffenen Jungen, angekommen.

Wir haben ein sehr gut aufgestelltes Team in LIB&G und können vor allem über die Raum- und Verkehrsplanung in den nächsten Jahren wichtige Impulse für ein klimaverträgliches und schöneres Purkersdorf setzen.

 

Stefan Frisch, Verkehrsjurist

„Purkersdorf oder der 14. Wiener Gemeindebezirk – das darf für die öffentliche Verkehrsanbindung keinen Unterschied machen.“

Auch wenn sich schon vieles verbessert hat, Halbstundenintervalle werktags am Nachmittag sind einfach nicht zeitgemäß und erschweren nicht nur jeder/m Autofahrer*in den „Umstieg“. Eine lebenswerte Gemeinde braucht statt Abgasen und Staus mehr Platz für ein Miteinander, öffentlichen Raum und Begegnungszonen – im wahrsten Wortsinn - für Alt und Jung.